Das Business-Portal kununu hat ein Interview veröffentlicht, in welchem der Arbeits- und Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Erich Kirchler beschreibt, dass es ohne Emotionen im Business nicht geht.

Klar - behaupte ich auch auf meiner Leistungsbeschreibung für Mediationen und ich bin auch sehr fest davon überzeugt.

Prof. Dr. Kirchler sagt z.B.

Gefühle sind da. Und diese Gefühle zu ignorieren, das wäre meiner Meinung nach falsch. Allerdings muss es natürlich schon gelingen, dass man ein gewisses Maß an Disziplin an den Tag legt und den eigenen Gefühlen nicht freien Lauf lässt. Die cholerischen Anfälle haben am Arbeitsplatz wenig zu suchen und wirken störend. Es macht aber durchaus Sinn, wenn man Befürchtungen äußert oder dem Ärger Luft macht. In einem Maß, wo dann auch die Möglichkeit besteht, Lösungsvorschläge zur Vermeidung von weiteren starken, negativen Emotionen zu finden.

 

Absolut. Interessant finde ich, dass das immer noch Thema ist. Dass Menschen immer noch agieren, als könne man, sobald man sein Arbeitsumfeld betritt, seine Emotionen abschalten und diese würden oder dürften keine Rolle mehr spielen - obwohl Emotionen den Menschen sehr stark ausmachen.

Auch wird gerne außer Acht gelassen, dass Gefühle, welche in unserer Gesellschaft eher positiv im Sinne von "gesellschaftlich anerkannt" sind, sehr wohl erwünscht sind.

Die Mitarbeiter sollen mit Begeisterung (=Gefühl) Produkte entwickeln, mit Freude (=Gefühl) Kunden bedienen und mit Leidenschaft (=Gefühl) Mitarbeiter führen.

Frust und Wut z.B. dürfen aber nicht vorkommen, obwohl diese auch nur eine Form von Energie sind, welche man sich ebenfalls gut zu Nutze machen kann. Eine Mediation kann sehr gut helfen, sich diese Energie zu Nutze zu machen. Ich unterstütze gerne dabei. :-)