Ich stelle fest, dass immer mehr Klienten in meinen Coachings eine mögliche Hochsensitivtät an sich entdecken.

Ich freue mich darüber, denn für mich selbst wurde vieles einfacher, als diese Veranlagung bei mir erkannt und mir erklärt wurde. Plötzlich ist man nicht mehr „komisch“ und nur „irgendwie anders“, plötzlich sind Dinge nicht mehr unerklärbar (zumindest empirisch betrachtet) und man steht nicht mehr völlig allein dar.

Plötzlich kann man die Stärken dieser Gabe nutzen (denn als solche betrachte ich meine Hochsensitivität, gerade auch bei meiner Tätigkeit als Coach) und gezielter Strategien für den Umgang mit den damit verbundenen Einschränkungen entwickeln. Dabei kann das Coaching an sich natürlich sehr gut unterstützen.

Meine Kollegin Anne Heintze (deren Gedanken ich sehr schätze und an denen sie dankenswerterweise in Ihrem Blog teilhaben lässt) hat sich sogar u.a. auf die Hochsensitiven spezialisiert. Zwar liegt der Schwerpunkt meiner Tätigkeit nicht auf den Hochsensitiven an sich, dennoch finde ich es wichtig, dass immer mehr Menschen, welche über diese Gabe verfügen, diese erkennen und vor allem auch annehmen, um sie dann auch bewusst als Stärke einsetzen zu können. (Nicht zuletzt deshalb bin ich selbst auch Mitglied im Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V.)

Denn diese Fähigkeiten werden immer hilfreicher – meiner Ansicht nach insbesondere für Führungskräfte. Gerade auch in einer Geschäftswelt, in welcher die Anforderungen an den einzelnen immer weiter steigen und Leistungsfähigkeit eine immer größere Rolle spielt, ist es wichtig, zu verstehen, was mit den Mitarbeitern, für die man verantwortlich ist, tatsächlich los ist, was in ihnen vorgeht und wie man sie dadurch individuell motivieren kann.

Auch mir selbst hat ein sehr erfahrener Coach im Rahmen eines Führungskräftetrainings in einem großen Konzern, für den ich tätig bin, vor diesem Hintergrund das klare feedback gegeben: „Dominik, dieses Unternehmen braucht Menschen wie Dich. Ich weiß nicht, ob das überall schon so gesehen wird, aber das wird kommen.“

Und was für mich gilt, gilt auch für andere Menschen an anderen Stellen, in anderen Unternehmen. Denn diese Empathie und das damit einhergehende Interesse am jeweiligen Individuum, mit dem ich umgehe, bringt auch die Werte der Menschlichkeit zurück in die Arbeitswelt, die sie dringend braucht, um nachhaltig wirtschaften zu können.

Für diejenigen, die wissen wollen, was es damit auf sich hat, hat die o.g. Kollegin hat auf Ihrer Webseite einen wie ich finde sehr guten Artikel zum Thema Hochsensitivität bereitgestellt.